Freitag, 18. Dezember 2009

Lerntechnik Fragenstellen

Das Fragenstellen ist eine wichtige Lerntechnik, denn SchülerInnen, die in Lehr-Lern-Situationen sinnvolle Fragen stellen können, erzielen in der Regel bessere Lernergebnisse. Dennoch sind „gute“ Fragen im Unterricht eher seltene Ereignisse.  Offensichtlich ist auch die Annahme, dass SchülerInnen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, Fragen an den Lehrer oder die Lehrerin stellen, naiv und unzutreffend. Dabei spielen offensichtlich einerseits sozial-emotionale Fragehemmungen eine wichtige Rolle, aber auch von der Konstruktion von Unterricht her haben Schüler erhebliche Schwierigkeiten, in Situationen zu komen, um 'gute' Fragen zu stellen, d.h., Fragen, die geeignet sind, ein aktuelles Verständigungsdefizit aufzuheben.

Sonntag, 29. November 2009

Zeitmanagement ist Unsinn

Zeit so managen zu können, dass man weniger Stress hat und dafür mehr Zeit für sich, ist eine Illusionen, denn Zeit lässt sich nicht managen. Eine Stunde ist immer eine Stunde, egal was man damit macht, managen kann man nur seine Aufgaben und sich selbst. Zeitmanagement ist letztlich nichts anderes als Prozentrechnung, denn man hat immer genau 100% Zeit zur Verfügung, sei es nun eine Stunde, eine Woche oder ein Jahr. Wenn man von einer Stunde eine halbe Stunde lang jammert, dass man so wenig Zeit hat, hat man 50% der Stunde vergeudet. Wenn man aber eine halbe Stunde der Stunde zum Überlegen nutzt, was in seinem Leben wirklich wichtig ist und daraus konkrete Maßnahmen und Entscheidungen ableitet, hat man 50% der Stunde genutzt. Zeitmanagement ist daher Unsinn, denn man kannn die Zeit nicht managen, nur sein eigenes Verhalten!
Aus einem Newsletter

Samstag, 21. November 2009

Schülern fehlen beim Lernen oft soziale Kompetenzen

Die Förderung nach Sozialkompetenz ist als Bildungsauftrag in vielen Lehrplänen verankert worden. Sozialkompetenz ist ein übergeordneter Sammelbegriff für Angemessenheit sozialkompetenten Verhaltens in bestimmten Situationen. Die einzelnen Teilfähigkeiten, die das übergeordnete Konstrukt Sozialkompetenz bestimmen, sind je nach Autor unterschiedlich. Es ist eine Konzentration auf diejenigen Teilfähigkeiten von Sozialkompetenz sinnvoll, die im Rahmen schulischer Möglichkeiten auch gefördert werden können.
Kognitive Leistungen können besonders gut in einem guten sozialen Lern-, Arbeits- und Beziehungsklima entstehen. Manche Defizite an sozialen Kompetenzen hindern Schüler aber am Lernen und am effektiven, konstruktiven Arbeiten, und zwar auf zwei Ebenen:
  • Motivationale Ebene: Freisein von sozialer Angst (Aufbau eine positiven Selbst­konzepts, Stärkung des Selbstvertrauens, Förderung selbstsicheren Verhaltens)
  • Handlungsebene: Verfügen über soziale Fertigkeiten (Förderung der Wahr­neh­mungs- und Rollenübernahmefähigkeit, Förderung der Interaktionsfähigkeit, Förderung der Selbstbehauptungsfähigkeit)
Die Atmosphäre innerhalb einer Schulklasse stellt daher eine wichtige Rahmenbedingung schulischen Lernens dar. Die Schüler fühlen sich in der Klasse und im Unterricht wohl, wenn Gelassenheit, Offenheit, Transparenz, Ruhe, Humor wichtige Elemente des Unter­richts sind, und wenn die Ausbildung sozialer Kompetenzen unterstützt wird. Sozialkompetenz im Unterricht hat einen inhaltlichen und einen methodischen Aspekt:

Inhaltlicher Aspekt

  • Eigene Kooperationsfähigkeiten in Gruppen- und Teamarbeiten weiterentwickeln
  • Eigene Kommunikationsfähigkeiten weiterentwickeln
  • Eigene Konfliktlösefähigkeiten weiterentwickeln
  • Mitverantwortung für das Klassenklima tragen
  • Gemeinsam festgelegte Regeln einhalten
  • Verständnis für die Anliegen anderer zeigen
  • Empathie zeigen
Methodischer Aspekt
  • Partner- und Gruppenarbeiten durchführen
  • Diskussionen und Klassengespräche führen
  • Rollenspiele durchführen
  • Bestimmte Unterrichtsthemen behandeln
  • Lernpartnerschaften festlegten
  • Sich gegenseitig Feedbacks geben
  • Die Vorbildrolle als Lehrkraft wahrnehmen